Ozontherapie

Ozon wird für medizinische Zwecke aus reinem Sauerstoff hergestellt. Es handelt sich hierbei um einen dreiwertigen Sauerstoff (O3), der eine toxische (=giftige) Wirkung auf die Lungen hat. Aus diesem Grund kann Ozon nur unter Umgehung der Atemwege verabreicht werden.

Indikationen:

  • Durchblutungsstörungen
  • Hörsturz, Tinnitus
  • Immunschwäche
  • bakteriellen oder viralen Erkrankungen (Hepatitis B, C, Herpes)
  • Arthrosen
  • Gicht
  • Rheuma
  • Allergien

Kontraindikationen:

  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Sichelzellenanämie
  • HIV-Infektion im späten Stadium

Es gibt fünf unterschiedliche Formen der Ozontherapie.
In unserer Praxis werden drei davon durchgeführt:

1. Die große Ozontherapie

Bei der großen Ozontherapie werden dem Patienten 50 ml venösen Blutes entnommen. In einer 250 ml - Vakuumflasche wird das Blut mit Natriumcitrat gemischt. Dadurch wird die Gerinnung des Blutes verhindert. Ein medizinisches Sauerstoff - Ozon - Gemisch wird zugegeben, welches mit den roten und weißen Blutkörperchen sofort zu 100 % reagiert und deren Stoffwechsel aktiviert. Wenn das Blut dem Patienten zurückgegeben wird, gelangen also nur die Reaktionsprodukte in den Kreislauf.

2. Die kleine Ozontherapie

Eine kleine Menge intravenösen Blutes wird dem Patienten bei der kleinen Ozontherapie entnommen, mit Sauerstoff - Ozon - Gas vermischt und dann in den Muskel injiziert. Die Therapie wird bei Allergien und in der Sportmedizin verwendet.

3. Die Beutelozonisierung

Bei der Beutelozonisierung werden in einem dichten ozonfesten Kunststoffbeutel Hautverletzungen, infizierte Wunden oder ein Ulkus cruris ("offenes Bein") der Extremitäten begast. Die Therapie darf unter keinen Umständen bei Patienten mit Herz- oder Bluterkrankungen oder einer Schilddrüsenüberfunktion durchgeführt werden. Außerdem ist Vorsicht geboten bei der Therapie von Schwangeren und Kindern.