Neuraltherapie

Die Neuraltherapie dient der Behandlung hypothetischer Störfelder. Hierbei wird ein Lokalanästhetikum in die Haut des Patienten injiziert, welches zu einer Entblockierung zwischen einem Störfeld und dem entsprechend erkrankten Organ führt und somit die natürliche Heilung aktivieren soll.

Das erste Lokalanästhetikum (Novocain) wurde 1905 entdeckt. Zwanzig Jahre später entdeckte der Arzt Ferdinand Huneke, dass man mit diesem Medikament nicht nur Gewebe kurzfristig betäuben, sondern auch Schmerzen lindern, oder sogar beseitigen kann.

Durchführung

Zu Beginn der Therapie muss der Arzt herausfinden, wo sich im Körper Störfelder befinden (Störfelder können Verletzungen, Brüche, Narben und chronische Entzündungen sein). Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Narben und das Gebiss gelegt. Bei der anschließenden Injektion des Lokalanästhetikums gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • direkt in die schmerzende Stelle
  • in das zur schmerzenden Stelle gehörende Körperteil
  • in ein Störfeld
  • in eine Nervenschaltstelle (Ganglion)

Die entstehende Blockade soll die Nervenleitungen und somit die krankhaften Impulse, die darüber laufen, unterbrechen. In der gesunden Körperzelle besteht eine positive Ladung von 40-90 mV, während das Lokalanästhetikum meist eine positive Ladung von 290 mV besitzt. Somit erklärt sich, dass das Lokalanästhetikum auch eine regenerierende Wirkung auf die Zelle hat.

Hauptindikationen:

  • akute und chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Atemwegserkrankungen